Naturschutzgebiet "Tal des Kleinen Kösslbaches"
Der Kleine Kösslbach darf nicht verwechselt werden mit dem Großen Kößlbach zwischen Freinberg und Esternberg. Der Kleine Kösslbach mündet in Oberösterreich am südlichen Donauufer in die Donau, direkt gegenüber von Niederranna.Seit 1996 besteht im Kleinen Kößlbachtal ein Naturschutzgebiet. Großflächige naturnahe Laubwaldbestände wie Schluchtmischwälder, Buchenwälder und Auenwälder zeichnen das Gebiet aus. Der Bach hat sich ein V-förmiges Erosionstal gegraben, welches durch steile Hänge, Felskanzeln, Blockströme und Wälder geprägt ist. Die großen Blockschutthalden sind außerhalb der alpinen Regionen äußerst rare Lebensräume. Botanikinteressierten ist das Tal des Kleinen Kösslbaches wegen seiner außergewöhnlich reichen Moosflora bekannt, die zum Teil auch genau auf diese feuchtkühlen Halden angewiesen ist.
Die Bewirtschaftung der Hänge konnte nie sonderlich intensiv betrieben werden. Dennoch wurde in früheren Zeiten der Kleine Kößlbach zum Schwemmen des geschlägerten Holzes verwendet. Aufforstungen wurden damals aber nicht betrieben, der Wald konnte sich selbst verjüngen. Der ursprüngliche Bach zeigt auch eine starke Geschiebetätigkeit zur Donau hin. Dort angekommen wird das Material sofort von den Wassermassen der Donau verfrachtet. Durch das Gebiet führt ein Wanderweg, von dem aus die Schönheit des Tales genossen werden kann.
In Österreich bedeutet der Status "Naturschutzgebiet" einen Vollschutz, d.h. in den Naturschutzgebieten findet keine Nutzung mehr statt, anders als in Deutschland, wo die ordnungsgemäße Land- und Forstwirtschaft in diesen Gebieten weiterhin erlaubt ist.
Geographische Lage:
Von Süden in das Donauengtal mündendes Seitental zwischen Engelhartszell und Wesenufer. Größtenteils südostexponierte Hänge. Höhenlage zwischen 284 m und 490m.
Naturraum:
Lage im Sauwald im "Kristallinen Randland"
Größe, Ausdehnung:
32 Hektar über eine Länge von ca. 4 km, teilw. Naturwaldreservat
Schutzstatus:
Naturschutzgebiet seit 1996
Besonderheiten:
Geschichtliche Bedeutung als alte natürliche Grenze, Burgruine Harchheim ("Burgstall"). Enges Erosionstal mit Steilhängen, Felskanzeln, großen Blockschutthalden und naturnahen Laubwäldern (Eichen-Hainbuchenwälder, Rotbuchenwälder, Schluchtwälder).







